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Dr. Oswald Hirmer, Bischof von Mthatha in Südafrika im Bayerischen Fernsehen |
Drei Oberpfälzer in Afrika. Bischof unter dem Kreuz des Südens.
Ein Film von Elisabeth Mayer.
"Sie bleiben hier - hier ist Afrika" ist der Kommentar des Regensburger Bischofs Buchberger Mitte der 50er Jahre, als die beiden Kapläne Oswald Hirmer und Fritz Lobinger ihren Wunsch äußern, in die Mission gehen zu dürfen.
Ein Jahr später ist alles anders: Oswald Hirmer aus Amberg und Fritz Lobinger aus Nabburg werden Missionspfarrer in Südafrika. Wenig später kommt noch Hubert Bucher aus Regensburg dazu: das Trio ist perfekt. Ein idealistisches Dreigestirn, das zusammenhält und bereit ist zu kämpfen: für die Freiheit eines unterdrückten Volkes im Apartheid-Regime und für einen neuen Weg innerhalb der Mission.
Oswald Hirmer und Fritz Lobinger können schnell die bayerischen Gebetbücher, die sie für die Gemeinden mitgebracht haben, durch afrikanische Formen der Katechese ersetzen. Im Lumko-Institut bei Johannisburg entwickeln sie die sieben Schritte des Bibelteilens, die heute überall auf der Welt umgesetzt werden. Hubert Bucher wird 1977 als erster der drei Oberpfälzer Bischof der südafrikanischen Diözese Bethlehem. Er bezieht bald auch politisch Stellung gegen das Apartheid-Regime und organisiert Protestmärsche. In der Nachbardiözese Aliwal North wird Fritz Lobinger zehn Jahre später Bischof. 1997 ernennt Papst Johannes Paul II. Oswald Hirmer zum Bischof von Mthatha, der Heimat Nelson Mandelas. Es ist für den Amberger eine große Herausforderung, in dieser Zeit des politischen Umbruchs in Südafrika die christlichen Werte in die Gesellschaft einfließen zu lassen und auch die Verantwortung in den Gemeinden langsam in die Hände des Volkes zu legen. Die tiefe Bindung an seine Oberpfälzer Heimat hilft ihm, diesen Weg zu gehen.