![]() Prof. Dr. Dr. Klaus Müller während der Gastprofessur in Tamale, Ghana - 2005 |
Hier der Inhalt dieses Buches, wie ihn der Autor selber darstellt. Seit den Zeiten im Priesterseminar in Regensburg bin ich ihm freundschaftlich verbunden, damals wohnten wir Tür an Tür. Jetzt ist er Professor für "philosophische Grundfragen der Theologie" an Deutschlands größter katholisch-theologischen Fakultät an der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster. Er hat auch schon so manche klugen Werke über philosophische Themen geschrieben, aber sie zu verstehen, reicht mein Verstand nicht. Das hier ist eines der weniger Werke von ihm, bei dem auch mein Grips reicht. |
"dass die Aufgabe des tätigen Lebens eine doppelte ist. Eine, welche aus der Fülle der Beschauung fließt, wie die Lehre und die Predigt. Deshalb sagt auch Gregor, dass es 'von den vollkommenen Männern, die von ihrer Beschauung zurückkehren, heißt: Sie strömen die Erinnerung an deine Lieblichkeit aus' [Ps 145 (144),71]. Und das ist der einfachen Beschauung vorzuziehen, denn wie es besser ist, zu erleuchten, als nur zu leuchten, so ist es auch größer, das in der Beschauung Empfangene an andere weiterzugeben, als bloß der Beschauung zu leben."Man kann aus dieser Passage unschwer die Formel ableiten: "praedicatio est contemplari et contemplata aliis tradere" (Predigen heißt meditieren und Meditiertes anderen weitergeben). In dieser Formel treten logisch, d.h. nicht immer eigens ausgesprochen, sämtliche Felder auf, denen sich eine Homiletik zu widmen hat. Gehen wir der Reihe nach vor:
S. 22 - 24.